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Geschichte der Kampfkünste

 

In unserer Rubrik Geschichte der Kampfkünste soll Ihnen die allgemeine Entwicklung der Kampfsportarten näher gebracht werden. Es wird hier keinesfalls der Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, sondern soll den Leser erst einmal allgemein informieren, grobe Zusammenhänge verdeutlichen, Unterscheidungsmerkmale hervorheben, um das Allgemeinwissen über die Entstehung der Kampfkünste zu erweitern. Bewusst wird hierbei auf das Gros der Legendenbildungen verzichtet und stattdessen versucht sich an die tatsächlich nachweisbaren Fakten zu halten. Wer etwas tiefer in dieses interessante Gebiet eintauchen möchte, dem werden am Ende einige Büchertipps empfohlen.

 

 

Allgemeines zur Entwicklung der Kampfkünste:

Die Geschichte der Kampfkünste ist so alt wie die Menschheit selbst und durch den ständigen Überlebenskampf ein fester Bestandteil unseres Menschseins! Der Selbsterhaltungstrieb des Menschen zwang ihn bei kriegerischen Auseinandersetzungen siegreich zu bleiben. Durch kontinuierliche Anpassungen und Weiterentwicklungen der Kampf-/Kriegskünste mit und ohne Waffen war dies auch letztlich der Garant für die Bildung großer Reiche. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Kampf- oder Kriegstechniken in jeder Hochkultur zu finden sind.

Heute jedoch denkt man bei Kampfsport sofort an Asien, vor allem an China und Japan und glaubt, dass dies die Wiege des Kampfsportes sei. Dies kommt daher, dass es in Europa keine vergleichbare Tradition der waffenlosen Kampfkünste gab, da hier die Entwicklung mehr in den Umgang mit Waffen und deren militärischen Nutzen ging.

Nachweislich findet man schon erste Hinweise auf Felsentafeln babylonischer Herkunft oder in Felsenmalereien altägyptischer Pyramiden. Es werden hier zwar keine detaillierten waffenlosen Kampftechniken gezeigt, wohl aber kriegerische Auseinandersetzungen mit und ohne Waffen. Weitere Belege findet man in der frühen griechisch-, römischen Kultur - hier insbesondere das Ringen, Pankreation und die berühmten Gladiatorenkämpfe. Über die Art und Weise dieser Kämpfe gibt es leider keine Aufzeichnungen. Später belegen Aufzeichnungen in Indien, China und Japan die Entwicklung diverser Kampftechniken und Stile. Allgemein kann jedoch festgehalten werden, dass jede Kultur ihre eigene Art von Kampfsystemen hervorgebracht hat und diese dann - durch den aufkommenden Handel - sich gegenseitig stark beeinflusst haben.

Interessant sind die verschiedenen Entwicklungen der Kampfkünste, in Abhängigkeit der unterschiedlichen kulturellen, philosophischen Systeme jener Zeit, in die sie eingebettet waren. Ursprünglich für das Kriegshandwerk entwickelt, verloren alle Kampfsysteme - mit dem Aufkommen von Schusswaffen - mehr und mehr ihre kriegerische Bedeutung.

In Europa gerieten daher viele Kampfsysteme in Vergessenheit, einige wurden unter dem sportlichen-wettkämpferische Aspekt weiterentwickelt - wie das heutige Ringen oder Boxen.

In Asien jedoch wo das Tragen von Waffen strikt untersagt war, entwickelte sich unter dem starken Einfluss verschiedener philosophischer Strömungen ( Buddhismus, Konfuzianismus und Taoismus ) eine Vielzahl von interessanten Kampfsystemen. Hierbei stand der Mensch und seine Beziehung zur Umwelt im Mittelpunkt. Einmalig in der Entwicklung der asiatischen Kampfkünste ist jedoch die Tatsache, dass sie nicht nur zur Körperertüchtigung und Selbstverteidigung praktiziert wurden, sondern auch erzieherische, moralbildende, medizinisch sowie philosphische Aspekte enthielten um dadurch auch die geistigen Fähigkeiten zu steigern und weiter zu entwickeln! Körper und Geist sollen so in Einklang mit sich und der Natur gebracht werden!

Mitte des 20. Jahrhunderts wurde auch der wettkämpferische Aspekt weiter entwickelt und einige Kampfsysteme sind heute sogar in den Olympischen Spielen vertreten.

 

 

 

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